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Europäische Begegnung

28.06.17

European encounter

Eine europäische Begegnung im Wanderheim Hordel
Repubblica Nomade zu Gast beim SGV Hordel Bochum


Bochum, 14.06. 2017


In den Tagen nationalistischer Abschottungsbewegungen wie Brexit und „America first“ gibt es auch
bemerkenswerte proeuropäische Aktivitäten, und zwar von unten. Hierzu zählt eine Wanderung der
italienischen Gruppierung „Repubblica Nomade“ für die „Vereinigten Staaten von Europa“, die in 24
Etappen von je 20 bis 40 km von Paris durch Belgien und Holland nach Berlin führt. Gestern machte
sie Station in Bochum und erreichte um 14:00 Uhr das Wanderheim des SGV Hordel-Bochum an der
Hordeler Heide. Die Gruppe zählt 14 italienische Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Altersstufen
und Berufe und einen deutschen Teilnehmer. Die Gruppe wird von Maurizio Michelangelo Netto
geleitet.


Wanderer ziehen seit jeher nicht als Eroberer, sondern als Besucher, Freunde und Lernbereite in
fremde Länder, deshalb lag es nahe, dass sich die 15köpfige Gruppe bei ihrer Vorbereitung an den
SGV als größte regionale Wanderorganisation in NRW wandte, und Städte wie Duisburg, Essen und
Bochum liegen auf ihrem Weg nach Berlin.


So trafen die Wanderer nach 20 km Fußmarsch am frühen Nachmittag im Wanderheim Hordel ein,
wo die Seniorentanzgruppe zu ihrem wöchentlichen Übungstermin versammelt war und man sich
neugierig gegenseitig begrüße. Die Musik der Tanzgruppe schallte dann in den „Jugendraum“ des
Wanderheims, wo die Gäste bei einem Mittagessen saßen, das ein zweiköpfiger Vortrupp vorbereitet
hatte. Bald gesellten sich einige der italienischen Teilnehmerinnen zur Tanzgruppe und wurden gern
eingereiht.


Anschließend begleitete der SGV-Abteilungsvorsitzende Gerd Delaveaux die Gruppe zur Zeche
Hannover, wo sie von dem Mitglied des Fördervereins der Zeche, Jörg Volmer, begrüßt und
herumgeführt wurden. Sie erfuhren unterwegs einiges über die Zechensiedlung Hordeler Heide (und
warum sie im Volksmund „Kappskolonie“ heißt) und über die Geschichte der Zeche und waren von
der Fördertechnik im Malakoffturm beeindruckt, wo sie den Lauf der Fördermaschine erlebten.


Nach einigen Stunden der wohlverdienten Ruhe oder auch einer Kurzvisite in der Bochumer
Innenstadt traf sich die Gruppe am Abend im Wanderheim zum Essen, zu dem auch der SGV-Vorsitzende eingeladen war. Eine Gitarre stand bereit, und der Abend klang aus mit abwechselnd
italienischen und deutschen Liedern. Am Mittwochmorgen zog die Gruppe weiter, - nächstes
Etappenziel: Dortmund. Wenn auch die sprachliche Verständigung nicht ganz leicht fiel, - der
Völkerverständigung und der europäischen Einheit hat diese Begegnung auf jeden Fall genutzt.


Gerd Delaveaux