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Umwelt-Preis 2011

Mit dem Wettbewerb werden Initiativen und Aktionen ausgezeichnet, bei denen die Verbindung zwischen dem Wandern und der Umgebung des Wanderes im Mittelpunkt steht und die beim Wandern zum respektvollen Umgang mit der Umwelt beitragen.  
Die Preisträger des Jahres 2011 haben diese Bedingungen erfüllt.

1. Preis: Schwäbischer Albverein / Naturschutzgebiet „Schopflocher Moor“  
Der Schwäbische Albverein betreut in Süddeutschland ein markiertes Wanderwegenetz von 24.000 km Länge. An verschiedenen Stellen werden Naturschutzgebiete berührt oder durchquert. Dort sind landschaftspflegerische und besucherlenkende Maßnahmen notwendig, um Konflikte zwischen Wanderern und dem Schutzzweck der Naturschutzgebiete zu vermeiden.

 Das rund 80 Hektar große Naturschutzgebiet „Schopflocher Moor“ auf der Schwäbischen Alb besitzt eine besonders wertvolle, aber auch störungsempfindliche Tier- und Pflanzenwelt. Lange Zeit wurde Torf abgebaut.

 Der Schwäbische Albverein kauft deshalb seit 1931 Grundstücke im Moor, um sie vor dem Torfabbau zu schützen. Das Gebiet liegt in einem viel besuchten Naherholungsgebiet, 20 km vom Verdichtungsraum Stuttgart entfernt. Um 1970 war das Moor mehr und mehr gefährdet. Zunehmender Besucherdruck führte zu Trampelpfaden kreuz und quer, außerdem kamen mehr und mehr Gehölze auf, die die typische Tier- und Pflanzenwelt des Moores bedrohte. Der Schwäbische Albverein reagierte auf seinem zwischenzeitlich immer größer gewordenen Grundbesitz mit zwei Gegenmaßnahmen. 1976 befestigte man in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung einen Weg quer durch das Moor mit Holzbohlen und beseitigte alle Möglichkeiten zum Betreten des Moores außerhalb dieses einen Weges. Und der Verein entfernte aufkommende Gehölze, um das Moor offen zu halten.

            

 Diese Landschaftspflegemaßnahmen werden seither im Zusammenwirken mit der staatlichen Naturschutzverwaltung Jahr für Jahr von zahlreichen Ehrenamtlichen durchgeführt. Vor einigen Jahren wurde der Weg erneuert und dabei darauf geachtet, dass er auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden kann.

 Grunderwerb zum Schutz des Moores, Landschaftspflege zur Sicherung der schützenswerten Tier- und Pflanzenwelt, und ein Besucher lenkender barrierefreier Weg durch das Schutzgebiet – drei Maßnahmen, die der Schwäbische Albverein seit vielen Jahren mit viel Aufwand, aber mit Erfolg durchführt und betreut.

 Ein sehr gutes Beispiel für den Umweltpreis der EWV!

 

2. Preis: Mountain Meitheal Ireland / Cruagh Wood und Three Rock Mountain  
Mountain Meitheal und dessen Gruppe von Freiwilligen, welche Wegunterhaltsarbeiten durchführen, wurden durch die Dublin Mountains Partnership um Mithilfe beim Bau von dauerhaften, nachhaltigen und umweltfreundlichen Wegen zur Ergänzung des Wegenetzes in einem sensiblen Teil der Dublin Mountains gebeten. Diese Wege sind von hohem Standard und werden den höchsten Ansprüchen gerecht. Sie werden von Besuchern, Wanderern und örtlichen Landbesitzern benutzt.

 Die Aktion bestand aus folgenden Aufgaben:

  •  Erstellung eines 370 Metern langen Bohlenweges durch feuchtes Moorgebiet in den Dublin Mountains, um dieses Wanderern und anderen, nicht motorisierten Benützern nach internationalen Standards in Bezug auf Umweltverträglichkeit zugänglich zu machen.
  •  Bau einer 401 Meter langen Treppe auf einem neuen Teilstück in den Dublin Mountains.
  •  Bau einer aus Steinblöcken bestehenden Treppe in Three Rock Mountain / Dublin Mountain.

 Die Maßnahmen erfolgten in den Cruagh Woods und Three Rock Mountain, beide in der Dublin Mountain Region gelegen. 

 Bei Mountain Meitheal handelt es sich um eine Gruppe von Freiwilligen, die auf den in ihren Bergen und Wäldern gelegenen Wegen Aktionen zum Umweltschutz und zur Förderung einer nachhaltigen Naherholungspolitik unternimmt. 
  
           

 Ihre Ziele sind einfach: durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Landbesitzern (einschliesslich National Park & Wildlife Service) soll versucht werden, dem Druck, welche Irlands Bergregion durch zunehmende Nutzung ausgesetzt ist, entgegenzuwirken. Teil dieser Bemühungen ist die Förderung des Konzeptes einer nachhaltigen Erholung durch die Botschaft „Leave No Trace“ („Hinterlasse keine Spuren“). Sie sind Mitglied der Leave No Trace Ireland – Gruppe.

 

3. Preis: Ass. Sentieri degli Dei - Monti Lattari- Costa Amalfitana – Sorrentina Onlus. Italien   
Die Idee, die im Mittelpunkt der Aktion stand, war die Notwendigkeit, ernsthafte Probleme im Park zu verhindern, insbesondere die hohe Anzahl von Waldbränden im Sommer. Ausbildung, Erziehung und Sensibilisierung der örtlichen Gemeinden dienten als Grundlage zu dieser Initiative zum Schutz und Erhalt des landschaftlichen Erbes des Parks.

 Um das Bewusstsein des Naturschutzes in dieser besiedelten Landschaft zu fördern und um dieses Erbe als Allgemeingut neu zu verankern, hat die Aktion die Bemühungen zur Wiedereinführung von Bürgerinitiativen unterstützt.

 Der Fokus lag auf möglichen Maßnahmen für den Naturschutz der betroffenen Region. Das ganze Projekt hatte zum Ziel, die Besucher für die Belange des Regionalparks Monti Lattari zu begeistern und ihnen für die Begehung der Wege richtiges Verhalten beizubringen.  

 Die ganze Aktion wurde in der Zeitspanne von 2009 bis 2011 in der Region des Campania Lattari Mountain Regional Park durchgeführt. Davon betroffen waren 27 Gemeinden zwischen der Amalfiküste, der Küste von Sorrent und Agro Nocerino. Sie beinhaltete folgende drei Teile:

  •  Förderung des Umweltbewusstseins und Vertrieb von Information (innerhalb des    normalen Schulprogramms)
  •  Umweltspezifische Erziehungsmassnahmen
  •  Brandschutz: Waldbrand-Sichtungsfelder (AIB Fields)

 Das Projekt wurde im Februar 2011 erfolgreich beendet. Es dient der Siftung „Fondazione per il Sud“ heute infolge der erzielten Resultate, seines innovativen Charakters und der leichten Möglichkeit zur Nachahmung in anderem regionalen Zusammenhang als Vorzeigeprojekt.

  

3. Preis: Klub českých turistů- Kögler’s Wanderweg in der Region Krasna Lípa  
Die Idee hinter der Aktion zur Instandstellung des ersten historischen Weges waren die Bemühungen der Familie von Rudolf Kögler, die viele Jahre ihres Lebens für den Bau und Unterhalt dieses Weges geopfert haben. Es war aber auch der Wunsch, der Idee der Bewohner von Krásná Lípa, diesen ersten Wanderweg des Landes zu restaurieren, Folge zu leisten.

 Der erste Naturlehrpfad wurde 1941 in Tschechien durch Rudolf Kögler, geboren in Krásná Lípa, geschaffen. Er fertigte hölzerne Wegweiser an, die er im Frühjahr 1941 entlang des Weges anbrachte. Zudem wirkte er auf seinem Weg als Führer. Dieser führte von Doubice zu den Wolfsbergen. Teil des Wegprojektes war auch eine geologische Karte der Region aus Kunststoff.

  Im Jahr 2002 begann der Klub českých turistůin Zusammenarbeit mit der Stadt Krásná Lípa CSOP Tilia mit der Instandstellung dieses einmaligen Weges. Die renovierte Strecke verläuft auf der Originalroute. Zudem wurde der Weg verlängert, so dass er jetzt eine Totallänge von 22 km aufweist. Mehr als 40 didaktische Informationstafeln und andere interaktive Elemente, Möblierung sowie touristische Informationen sind entlang des Weges aufgebaut. Das Ziel der Instandstellung war, den Besuchern möglichst viele interessante Orte, das Lusatische Gebirge und den Nationalpark Tschechische Schweiz vorzustellen.  Zum Naturlehrpfad gibt es eine Publikation sowie eine Broschüre mit Karte.

 Rund 8000 Touristen benutzen jährlich den Kögler Krásná Lípa Weg. Schulen besuchen nicht nur den Weg, sondern nehmen an Programmen teil mit Fokus auf Ökologie sowie Natur- und Umweltschutz.

 

 

 

 

         

 

 
         

 

  

 

 

  

   

 

 

 

 

 

 

 

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