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Umweltpreis 2012

Eine Auszeichnung, die Umweltschutz und nachhaltige Erfolg belohnt.
Die Europäische Wandervereinigung gab die Gewinner ihres zweiten Umwelt-Preises am 15. 9. 2012, im Rahmen der Mitgliederversammlung in Stavanger, Norwegen, bekannt.

1. Preis: Club Vosgien Vallée de Saint-Amarin (F)
2. Preis: Mountain Meitheal (IRL)
Sonderpreis: Frankenwaldverein e.V. (D) und Israel Trails Committee - SPNI (ISR)     

1.Preis: Renauturierung, Schutz und Aufwertung der Zone Grand Ballon (Elsass/Frankreich)

Der Grand-Ballon, der zum Zuständigkeitsgebiet des Vogesenclubs Vallée de Saint-Amarin (CVSA) gehört, ist mit 1424 m.ü.M. die höchste Erhebung der Vogesen und wird jährlich von sehr vielen Touristen besucht. Wegen seiner EInmaligkeit und der Vielfältigkeit seiner für Berggebiete typischen Fauna und Flora ist das Gebiet durch  einen Beschluss des Präfekten zur Erhaltung des Biotops geschützt 

Der Vogesenclub Vallée de Saint-Amarin hat im Jahr 2008 die Initiative ergriffen, sich für den Schutz und die Renaturierung betroffenen Zone am Grand-Ballon einzusetzen.

Das Projekt, das vom Gemeindeverband Markstein - Grand-Ballon und dem Naturpark der Ballons des Vosges unterstützt wurde, beinhaltete Arbeiten größeren Ausmaßes, die im Jahr 2009 begonnen und durch den Vogesenclub Vallée de Saint-Amarin 2011 erfolgreich beendet werden konnten. 

Die Arbeiten zogen sich über drei Jahre hin. 2009 wurden die Wegverläufe neu definiert. 2010 wurden die alten vermoderten Holzgeländer abmontiert. 2011 war ein arbeitsintensives Jahr. Einerseits wurden auf 360 m neue Holzgeländer sowie auf 785 m Zäune installiert. Andererseits wurden Stückmauern auf der Westseite instand gestellt. Schließlich konnte auch die neue Wegmarkierung und Informationstafeln mit didaktischem Inhalt angebracht werden.

Diese Aktion wurde durch die öffentliche Hand finanziert. Die Arbeit wurde ehrenamtlich durch Mitglieder des Vogesenclubs Vallée de Saint-Amarin geleistet. 

Folgende Ziele konnten dank dieser Aktion erreicht werden:

  • Schutz des Biotops, des Schilfes und des außerordentlichen Ökosystems des Gebietes
  • Schutz einer einzigartigen und für den Grand-Ballon spezifischen Flora 
  • Einhalt der Erosion (verursacht durch Zertrampelung) mit Lenkungsmaßnahmen für die sehr zahlreichen Besucher des Grand-Ballon 
  • Änderung des Wanderwegverlaufes unter Beibehaltung der touristischen Interessen des Ortes 
  • Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Nutznießern der Zone

 

2. Preis: Mountain Meitheal, Irland Verbesserungen am Wicklow Way

Mountain Meitheal ist eine Gruppe von Freiwilligen, die Aktionen unternimmt mit dem Ziel, Wald- und Berggebiete in Irland zu schützen und zu erhalten. Mit gezielten Aktionen werden in der empfindlichen Landschaft Wanderwege gebaut und unterhalten, die sich gut in die umliegende Landschaft einfügen. Sie fördert nachhaltige Erholung mit Ermutigung zu Eigenverantwortung. „Meitheal“ ist das irische Wort für eine Arbeitsgruppe, die sich aus Freiwilligen zusammensetzt und die sich für ein Projekt einsetzt, von dem die Allgemeinheit oder eine Gemeinschaft profitieren kann.

In diesem Sinne sind auch die Arbeiten zu verstehen, die Moutain Meithal seit 2005 auf dem bekanntesten Fernwanderweg Irlands, dem Wicklow Way, unternommen hat. Die rund 130 km lange Route führt von Dublin durch die Wicklow Berge bis nach Clonegal und wurde 1981 eröffnet.

In diesem Sinne sind auch die Arbeiten zu verstehen, die Moutain Meithal seit 2005 auf dem bekanntesten Fernwanderweg Irlands, dem Wicklow Way, unternommen hat. Die rund 130 km lange Route führt von Dublin durch die Wicklow Berge bis nach Clonegal und wurde 1981 eröffnet.

 

Zwischen 2005 und 2006 wurde ein Teilstück, das den Namen „Deerpark“ trägt, erneuert. Im Jahr 2006 wurde die Mullacor Schutzhütte, 2009 die Brusher’s Cap Schutzhütte und 2011 die Mucklagh Schutzhütte an ökologisch sensiblen Orten aufgestellt. Über ein Wochenende im Sommer 2010 wurde am Flags Pass an einer ständig sumpfigen und nassen Stelle auf 120 m ein Holzsteg errichtet.
Zwischen November 2010 und September 2011 wurde bei Knockree der Weg, der hier besonders steil verläuft und als Folge der intensiven Nutzung durch Wanderer, Mountainbikers und Reiter erodiert war, auf einer Länge von 460 m ausgebessert. Schließlich wurde im Dezember 2011 die Glensoulan Brücke, welche durch Überschwemmungen beschädigt wurde, repariert. Dieser Brücke kommt eine besondere Bedeutung zu: die Wege, die über die führen, werden wegen ihrer Nähe zu Dublin sehr gut frequentiert. Zusammengerechnet waren so an 48 Tagen 279 freiwillige Helfer während 3485 Stunden an der Arbeit. 
Das Projekt wurde von der öffentlichen Hand wie auch von privaten Seiten finanziell unterstützt.

  

Sonderpreis: Frankenwaldverein, Naila/Deutschland „Langes Leben einer Eibe“ 
Der Frankenwaldverein mit Sitz in Naila/D hat im Sommer 2012 im Naturpark Frankenwald auf dem als „Eibenweg“ bezeichneten Wanderweg, der durch den Forst Schwarzenbach a. Wald führt, unter dem Namen „Langes Leben einer Eibe“ eine naturschützerische Aktion vollzogen.

Eine als Naturdenkmal geschützte, rund 800 Jahre alte Eibe wurde von benachbarten Fichten durch Verschattung so stark bedrängt, dass sie abzusterben drohte. Um dies zu verhindern und so den Fortbestand dieses sehenswerten Baumes zu sichern, haben freiwillige Mitglieder des Frankenwaldvereins in ihrer Freizeit unter Aufsicht der Naturschutzbehörde des Landkreises diese Fichten behutsam abgeholzt.

Die Ziele der Aktion, nämlich den Erhalt der Eibe zu sichern und eine Verbesserung der optischen Wahrnehmung durch Wanderer auf diesem gut frequentierten Wanderweg zu erzielen, wurden erreicht.

Erfreulicherweise wurde die Aktion durch die Naturschutzbehörde des Landkreises finanziell unterstützt.

 

Sonderpreis: Israel Trails Committee, Tel-Aviv/Israel The Round Be'er-Sheva Trail (RBST)   
Beim “Round Be’er-Sheva Trail (RBST)” handelt es sich um einen 42 km langen Wanderweg, der die Stadt Be’er-Sheva umrundet. Mit dem Bau von Verbindungs- strecken mit bereits bestehenden Wanderwegen ist so ein Werk entstanden, das zwischen urbanem und landschaftlich unberührten Umfeld vermittelt. Die Idee zur Schaffung des RBST stammt von der Orientierungsgruppe des israelischen Naturschutzbundes und konnte dank der Unterstützung vieler öffentlicher und privater Organisationen, darunter auch der Nationalparkbehörde Israels, realisiert werden. Die Motivation zum Bau des Rundweges war der Wille, einen grünen Gürtel rund um die Stadt Be’er-Sheva (194'300 Einwohner) zu errichten. Dieser besteht aus einer ganzen Reihe von großen und unterschiedlichen Grünflächen, in welchen geballte und große Entwicklungs- und Bauvorhaben geplant sind, die großen und unwiderruflichen Veränderungen der Grünflächen und somit deren Flora, Fauna und der Landschaft zur Folge zur Folge haben werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die  Entwicklung der Stadt nicht zu stoppen ist, soll der RBST als Pufferzone zwischen alt und neu dienen.

Die Ziele und Visionen des RBST sind die folgenden: 

  • Bestehende Infrastruktur mit neuen Wegen verbinden.
  • Nutzung bestehender Strukturen zur Schaffung von Begegnungszentren.
  • Festhalten an bestehende Topographie und Wege statt Bau von neuen Rad- und Wanderwegen
  • Leichter und bequeme Erreichbarkeit für alle Benutzer des RBST.
  • Der Weg als multikultureller Treffpunkt für alle, Einwohner wie auch Besucher, in Aktivitätszentren (Sport, Gesundheit, Wandern, Radfahren, Welt- und lokales Kulturerbe, archäologische und historische Sehenswürdigkeiten, religiöse Treffpunkte für Christen, Muslime und Juden).
  • Der Weg als gut unterhaltener und spezieller Hinterhof der Stadt, der seinen Namen „Rund um die Stadt“ zu Recht trägt. Der Unterhalt des Weges soll die Affinität zum Freizeiterlebnis stärken und damit die Bodenschätze, Flora und Fauna schützen.
  • Einbezug der Gemeinschaft in die Planung und Realisation des Werkes.  Als die Arbeiten am RBST begannen, beteiligte sich die Bevölkerung von Be’er-Sheva aktiv am Bau und am Unterhalt des Weges.
  • Bewahrung und Erhaltung der Grünflächen rund um Be’er-Sheva. Der Rundweg und seine Zubringer führen durch die Landschaften, in welchen das Naturerlebnis wahrgenommen wird.